Mit Thomas Melle schreibt einer der gefragtesten deutschen Romanciers („Die Welt im Rücken“) und Theaterautoren das neue Stück für die Nibelungen-Festspiele 2019. In Melles Uraufführungsstück „Überwältigung“ fordern die Nibelungen gemeinsam mit uns das Schicksal heraus und suchen für ihre Geschichte nach einem neuen, einem besseren Ausgang: Was würden wir anders machen, wenn wir immer schon im Voraus wüssten, welche Folgen unser Handeln haben wird? Was, wenn wir kurz innehalten und einen prüfenden Blick in die Zukunft werfen könnten, bevor wir uns entscheiden, etwas zu tun – oder auch zu lassen? Oder andersherum: Was, wenn wir Nachgeborenen unseren Vorfahren zurufen könnten: „Das, was Du da gerade vorhast, wird nicht nur Dich und Dein eigenes Leben ins Verderben führen, sondern Jahre oder Jahrzehnte später auch meines! Tu es nicht!“?
Thomas Melle erzählt die große Urgeschichte der Nibelungen konsequent mit dem Wissen von heute und von ihrem Ende her. Er beginnt mit dem tödlichen Showdown am Hof des Hunnenkönigs Etzel, der, wie es der Mythos will, Tod und Vernichtung der Burgunder zur Folge hat. Doch dann begehren die Toten auf und Melle erzählt die Geschichte von neuem: Von Siegfried und dem Kampf gegen den Drachen, von dem Betrug der Männer an Brünhild, der Isländerkönigin, und schließlich von der Intrige Hagens und dem Tod des unverwundbaren Siegfried. Dabei spielen von nun an alle gegen ihre eigene Geschichte an. Sie versuchen, der Erzählung eine neue Richtung zu geben, suchen in ihr nach einer besseren, weniger tödlichen Alternative und nach einer besseren Welt – und drohen doch erneut die gleichen Fehler zu begehen. Ist der Mensch im Grunde also einfach unbelehrbar? Oder gibt es am Ende vielleicht doch so etwas wie ein Schicksal, dem wir nicht entkommen können?
| Hagen | Klaus Maria Brandauer |
| Ortlieb | Lisa Hrdina |
| Siegfried | Alexander Simon |
| Kriemhild | Kathleen Morgeneyer |
| Brünhild | Inga Busch |
| Gunther | Moritz Grove |
| Ute | Andreas Leupold |
| Gernot | Boris Aljinovic |
| Frigga | Winfried Küppers |
| Spielmann | Edgar Eckert |
| Sopran | Angela Braun / Melissa Wedekind |
| Mezzosopran | Sarah Théry |
| Tenor | Frieder Flesch |
| Bariton | Steffen Kruse |
| Synthesizer | Friederike Bernhardt |
| Bass / Tuba | Philipp Rohmer |
Helena Bauer, Eva Bleistein, Lili Frenzer, Nathanael Geier, Kira Kiene, Victoria Scheuermann, Stanley Unaegbu, Paula Volkemer
Rudolf Böss, Marie Cleppien, Annika Ditzer, Leonie Erbenich, Astrid Frisch-Balonier, Robert Steffen Fröhlich, Theo Gernegross, Torben Hebing, Willy Kaluza, Andrea Kühn, Jan-Niklas Mavigök, Kelly Nessler, Marion Neumann-Edris, Benno Schmidt, Petra Theisen, Iris Weihrauch, Gernot Wilken, David Zerfass
| Regie | Lilja Rupprecht |
| Bühne | Anne Ehrlich |
| Kostüm | Annelies Vanlaere |
| Videodesign & Live-Kamera | Moritz Grewenig |
| Videokunst | Tilo Baumgärtel |
| Musik & Komposition | Friederike Bernhardt |
| Chorleitung | Christine Gross |
| Licht | Hartmut Litzinger, Jürgen Kapitein |
| Dramaturgie | Thomas Laue |
*0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz / Mobilfunk max. 0,42 €/Min
Von-Steuben-Straße 5
67549 Worms
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