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„Mario-Adorf-Preis“ zum ersten Mal bei den Nibelungen-Festspielen vergeben: Gläserner Drache geht an Schauspielerin Ursula Strauss

06.08.2018

Am gestrigen Sonntagabend wurde zum ersten Mal der Mario-Adorf-Preis, der Gläserne Drache für die Hauptinszenierung der Nibelungen-Festspiele Worms, für außergewöhnliche künstlerische Leistungen in der Spielzeit 2018 vergeben. Gewinnerin ist die Schauspielerin Ursula Strauss, die in diesem Jahr als Burgherrin Brunhild in einer der Hauptrollen zu sehen war. Neben einer gläsernen Stele mit einem Drachen-Motiv des Illustrators Hendrik Dorgathen, die der Spezialglashersteller SCHOTT gespendet hat, ist der Preis auch mit 10.000 Euro dotiert. Diese Summe wird vom gebürtigen Wormser Unternehmer Harald Christ gestiftet, der den Preis für die nächsten fünf Jahre finanzieren wird. Der Gewinner wird vom Kuratorium der Festspiele bestimmt, zu dem neben Christ auch Namensgeber und Initiator des Preises Mario Adorf gehört.

Mario-Adorf-Preis
Foto: Bernward Bertram

Zur Preisverleihung im feierlichen Rahmen vor der Derniere am 5. August waren neben Mario Adorf und Harald Christ, Intendant Nico Hofmann, Oberbürgermeister Kissel, Dr. Frank Heinricht von Schott, dem Vorsitzenden des Kuratoriums und Moderator Hans-Werner Kilz auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer anwesend.

Intendant Nico Hofmann begrüßt die Entscheidung der Jury: „Das gesamte Ensemble der diesjährigen Festspiele hat großartig gespielt und den künstlerischen Geist des Stücks außerordentlich transportiert. Der Mario-Adorf-Preis ist eine zusätzliche Auszeichnung an die wunderbare Ursula Strauss, die als erfahrene Filmschauspielerin als eine zerbrechliche Brunhild auf der großen Wormser Bühne überzeugt.“

Mario Adorf persönlich übergab den Preis an Ursula Strauss mit folgenden Worten: „Die Schauspielerin Ursula Strauss spielt ihre Brunhild in „Siegfrieds Erben“ als eine Figur voller Widersprüche und emotionaler Abgründe. Sie zeigt sie uns einerseits als eine ehemalige Walküre, die auch fern ihrer Heimat und in schlechten Zeiten nichts von ihrem Behauptungswillen und dem Beharren auf einer ihr angeborenen, aber längst verlorenen archaischen Kraft eingebüßt hat. Gleichzeitig lässt sie uns auf beeindruckende Weise die sich dahinter verbergende Verletzlichkeit einer von den Männern der Geschichte immer wieder aufs Neue gedemütigten Frau spüren. Schicht auf Schicht baut sie in ihrer Darstellung eine hochdifferenzierte Figur auf: Zwischen Urkraft und Menschlichkeit, zwischen Zerstörungswut und Sehnsucht nach Zugehörigkeit, zwischen Trauer und Verachtung, zwischen laut polternd und leise in sich hineinhorchend.
Dabei ist sie immer voller Energie, überbordender Emotionalität und beeindruckender Präsenz auf der großen Bühne vor dem Kaiserdom. Es gelingt Ursula Strauss auf diese Weise nicht nur, eine Figur aus dem alten Mythos der Nibelungen in eine moderne Gegenwart zu überführen und ihr damit im Sinne des Geistes der Wormser Nibelungen-Festspiele eine ganz neue Deutungsebene zu öffnen. Sie schafft es auch, neben dem überragenden und den Abend prägenden Jürgen Prochnow als Etzel ein zweites Kraftfeld zu etablieren, das uns auf berührende und immer wieder überraschende Weise die Komplexität menschlichen Seins vor Augen führt.
Aufgrund dieser großartigen künstlerischen Leistung vergibt die Jury den diesjährigen Mario-Adorf-Preis an die Schauspielerin Ursula Strauss.“

Harald Christ stiftet den Preis für die nächsten fünf Jahre: „Es ist mir eine große Ehre, mit der Förderung des Mario-Adorf-Preises ein außergewöhnlich kulturelles Ereignis meiner Heimatstadt Worms zu unterstützen. Die Nibelungen gehören zur Wormser Stadtgeschichte und damit bin ich aufgewachsen. Dafür überregional zu werben ist auch für den Kultur- und Tourismus-Standort Worms sehr wichtig. Daher musste ich nicht lange überlegen: Worms ist meine Heimat! Den Rheinland Pfälzer Mario Adorf bewundere ich für seine überragenden schauspielerischen Leistungen seit meiner Jugend, Nico Hofmann ist ein Glücksfall für Worms, was die diesjährige Inszenierung wieder eindrucksvoll gezeigt hat und ein engagierter Oberbürgermeister Michael Kissel hat mich für das Kuratorium gewinnen können!“

Oberbürgermeister Michael Kissel: „Der ‚Mario-Adorf-Preis‘ ist nicht nur eine Auszeichnung besonderer künstlerischer Leistungen. Er ist vor allem auch ein Zeichen für die tiefe Verbundenheit von Mario Adorf und Harald Christ zu den Nibelungen-Festspielen. Wir können uns sehr glücklich schätzen, dass wir Kuratoriumsmitglieder haben, die sich mit ihrem ganz persönlichen Engagement, ihren Kontakten und Netzwerken sowie solchen Projekten in die Weiterentwicklung der Festspiele einbringen.“

Thomas Laue, Künstlerischer Leiter der Nibelungen-Festspiele, ehrt die Preisträgerin mit den Worten: „Ursula Strauss ist eine würdige Preisträgerin des ersten Mario-Adorf-Preises. Und sie steht damit nicht nur für eine herausragende Darstellung ihrer Brunhild, sondern auch für die Spielfreude eines ganzen Ensembles, das in diesem Jahr besonders hochkarätig, geschlossen und beglückend gewesen ist.“

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