David Bennent

MONSIEUR VULTURE, genannt RIMBAUD

David Bennent wurde 1966 in Lausanne geboren. Sein Debüt als Schauspieler macht ihn 1979 sogleich weltberühmt: Seine Verkörperung des Oskar Matzerath in Volker Schlöndorffs Verfilmung von Günther Grass’ „Die Blechtrommel“. Es folgten Engagements an der Comédie Française und an der Schaubühne Berlin, wo er in Klaus Michael Grübers Inszenierung von Shakespeares „Lear“ als Narr von Presse und Publikum gefeiert wurde. Es folgten Rollen in Grübers Inszenierung von Eduardo Arrayos „Bantam“ 1986 am Bayerischen Staatsschauspiel, in Robert Wilsons Inszenierung von Euripides’ „Alkestis“ 1987 am Württembergischen Staatstheater Stuttgart und in Einar Schleefs Interpretation von Goethes „Götz von Berlichingen“ 1989. Von 1990 - 1997 gehörte David Bennent dem Ensemble von Peter Brook an. Hier wurde er bereits bei seinem Debüt als Caliban in Brooks berühmter Inszenierung von Shakespeares „Sturm“ begeistert gefeiert. 1993 spielte er mehrere Rollen in Brooks Inszenierung von „L’homme qui“ nach Oliver Sacks und 1996 sah man ihn als Horatio in Brooks recherche théâtrale „Qui est là“. Mit seinem Vater stand er gemeinsam in Becketts „Endspiel“ als Clov 1995/96 auf der Bühne, einer international überaus erfolgreichen Inszenierung, die in deutscher und französischer Sprache gespielt wurde, sowie einem Friedrich Hölderlin / Heiner Müller-Abend, bei dem er Müllers „Bildbeschreibung“ rezitierte. 1999 war David Bennent mit seiner Schwester Anne in der Uraufführung von George Taboris „Fegefeuer“ am Wiener Akademietheater zu sehen. In Berlin spielte er am Berliner Ensemble in Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in der Regie von Leander Haußmann (2002), in George Taboris „Das Erdbeben – Concerto“ (2002) und in „Die Juden“ (2003), ebenfalls von George Tabori. Zuletzt stand er 2016 als Mammon im „Jedermann“ auf der Salzburger Festspielbühne. Zu seinen letzten Filmen zählen „Traumschatten“ (Regie: Steffen Groth) und „Ulzan – Das vergessene Licht“ (Regie: Volker Schlöndorff) sowie Nebel im August (Regie: Kai Wessel).

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