10 Jahre Nibelungen-Festspiele
Uraufführung ,,Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“
Dieter Wedel hat gemeinsam mit Joshua Sobol („Ghetto“, „Die Palästinenser“) das neue Stück erarbeitet und inszeniert es vor dem Wormser Kaiserdom. „Immer wieder hat es Justizirrtümer gegeben, Justizskandale, mörderische Fehlurteile, aber kaum ein anderes hat die Gemüter derart bewegt wie das Schicksal des Joseph Süß Oppenheimer, genannt „Jud Süß“, der 1738 unter dem Jubel von tausenden Zuschauern grausam aufgehängt wurde“, erklärt Dieter Wedel. Mit kaum einer anderen Figur hätten sich Schriftsteller, Historiker, Filmemacher und Propagandisten so oft befasst, sie benutzt und verunglimpft oder zu verteidigen versucht, sie dämonisiert oder glorifiziert. Aber wer war der Mann, der sich hinter den Legenden verbirgt? Warum gilt es noch immer für die einen als beinahe anrüchig, für die anderen als mutig, sich mit dem Mythos Josef Süß Oppenheimer zu befassen?
Auf diese Fragen versuchen Dieter Wedel und Joshua Sobol mit die „Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ Antworten zu finden. Schon zu Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2004 kündigte Dieter Wedel an, neben dem Nibelungen-Thema auch andere Stoffe auf die Bühne zu bringen, die mit der Wormser Geschichte verbunden sind. Im vergangenen Sommer machte er mit der Geschichte über den Stauferkaiser Friedrich II. in „Teufel, Gott und Kaiser“ erfolgreich den Anfang.
Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer, genannt Jud Süß“ wird an 16 Abenden, jeweils um 21 Uhr aufgeführt. Die Tribüne auf der Westseite des Wormser Kaiserdoms bietet Platz für 1244 Zuschauer.
Joseph Süß Oppenheimer - Rufus Beck
Isaak Landauer – Peter Striebeck
Herzog Karl Alexander – Jürgen Tarrach
Herzogin Marie-Auguste – Teresa Weißbach
Remchingen, Erster Minister – Manfred Zapatka
Sibylle Remchingen, seine Tochter – Natascha Paulick
Speckenschwardt, General – Philipp Otto
Sturm, Mitglied der Landstände – André Eisermann
Burkhart, Bürgermeister von Stuttgart – Tilo Keiner
Luzie Fischer, eine Schankmagd – Felicitas Woll
Graziella, Schauspielerin und Tänzerin – Nadine Schori
Gräfin Wilhelmine von Grävenitz – Heike Kloss
Frau von Götz – Anouschka Renzi
Dorothea von Götz – Dominique Voland
August von Götz – Sebastian Achilles
Demler, ein Pächter – Johannes Brandrup
Babette, seine Tochter – Valentina Jimenez Torres
Lakai – Peter Wagner
Hofprediger – Joern Hinkel
Diener – Thorsten Kublank
*0,14 €/Min. aus dem dt. Festnetz / Mobilfunk max. 0,42 €/Min
Von-Steuben-Straße 5
67549 Worms
E-Mail schreiben