Blick auf den Dom während einer Inszenierung
Blick auf den Dom während einer Inszenierung
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2015

"Gemetzel" von Albert Ostermaier

DIE NIBELUNGEN AUS DER SICHT EINES KINDES. DAS ERSTE MAL UNTER DER LEITUNG VON ERFOLGSPRODUZENT NICO HOFMANN.
Premiere 31.07.2015, Nordportal Wormser Kaiserdom

Inszenierung: Thomas Schadt

Intendant Nico Hofmann und der Künstlerische Leiter Thomas Schadt eröffnen ihre erste Spielzeit mit einer Uraufführung. In dem Stück „Gemetzel“ von Albert Ostermaier wird die Nibelungengeschichte aus einer völlig neuen Perspektive erzählt: Aus der Sicht von Ortlieb, des Sohnes von Kriemhild und dem Hunnenkönig Etzel. Der Künstlerische Leiter Thomas Schadt, Grimme-Preisträger und Direktor der Filmakademie Baden-Württemberg, wird zudem vor dem Wormser Dom inszenieren.

Mehrfach ausgezeichnete Film- und Fernsehschauspieler und renommierte Theatergrößen sind bei den Nibelungen-Festspielen dabei: Die „Bambi“- und „Lola“-Preisträgerin Alina Levshin als Kind Ortlieb, das Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters Catrin Striebeck als Brünhild. Judith Rosmair ist Kriemhild und aktuell an der Schaubühne Berlin. Aus mehr als 40 Film- und Fernsehproduktionen ist Markus Boysen bekannt, der den König Etzel spielt. Max Urlacher ist Hagen und war bereits in „Operation Walküre –Das Stauffenberg-Attentat“ an der Seite von Tom Cruise zu sehen. Maik Solbach, derzeit am Schauspielhaus Hamburg unter der Intendanz von Karin Beier, übernimmt die neue Rolle des Narren. Kriemhilds Brüder Gunter, Gernot und Giselher werden gespielt von Holger Kunkel, Gabriel Raab und Peter Becker, Dietrich von Bern von Heiko Pinkowski. Tom Radisch wird in der Rolle des Volker von Alzey auf der Bühne stehen und Marion Breckwoldt als Zofe. Als Erzähler ist Radu Cojocariu mit dabei.

Intendant Nico Hofmann setzt bei seiner künstlerischen Neuausrichtung vor allen Dingen auf die Qualität des Ensembles: „Ich bin sehr stolz, wie kraftvoll uns die Palette an Talent gelungen ist, die wir für die Nibelungen-Festspiele 2015 zusammenstellen konnten – für mich ist das ein enormer Qualitätsbeweis.“

Das Stück „Gemetzel“, gleichsam poetisch wie politisch, beginnt an Etzelshof, wo die Hunnen auf Kriemhilds berüchtigte Verwandtschaft aus dem Burgunderland warten. Ein großes Fest soll gefeiert werden nach all den Jahren der Trennung. Und so erzählt man sich während der Vorbereitungen die alten Geschichten von Siegfried, Kriemhild, Brünhild und Gunther. Ortlieb hört neugierig und fasziniert zu. Und will genau wissen, wie das damals war.

Vor allem der psychologische Aspekt soll in „Gemetzel“ beleuchtet werden, wie Regisseur Thomas Schadt betont: „Es wird kein naturalistisches, blutrünstiges Gemetzel zu sehen sein. Ganz im Gegenteil, diese Figuren werden vor allem etwas mit uns zu tun haben.“ Vermittelt werden die Entwicklungen am Hof auf subtile Art und mit psychologischer Tiefenschärfe. Autor Albert Ostermaier unterstreicht: „Wir alle wissen, dass alles im Nibelungenlied auf das finale Gemetzel zuläuft, dass dort am Ende endlos getötet, gemordet, gemetzelt wird. In meinem Stück geht es darum, wie es dazu kommen konnte und ob es so enden muss. “

Insgesamt sind 13 Schauspieler, fünf Musiker sowie – unter der Leitung des Choreographen Ted Stoffer – acht internationale Tänzer auf der Bühne zu sehen. Aleksandar Denić, „Bühnenbildner des Jahres 2014“, entwirft ein gigantisches Bühnenbild vor dem Wormser Kaiserdom.

Tickets können über die Hotline 01805 – 33 71 71 (0,14 Euro/Minute aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk maximal 0,42 Euro/Minute) oder über die Internetseite www.nibelungenfestspiele.de bestellt werden. Ebenso bieten alle bekannten TicketRegional-Vorverkaufsstellen Karten an. 

16 Aufführungen vom 31. Juli bis 16. August 2015 (Montag, 10. August ist spielfrei).
Die Tribüne auf der Nordseite des Wormser Kaiserdoms umfasst 1300 Plätze. Die Vorstellungen beginnen um 20.30 Uhr.

Plakat: Gemetzel (2015)  
Plakat: Gemetzel (2015)
 

Intendant

  • Nico Hofmann Intendant

    Nico Hofmann  
    Nico Hofmann

    Intendant der Nibelungen-Festspiele seit 2015
    Produzent und Vorsitzender der Geschäftsführung UFA FICTION GmbH

    1959 in Heidelberg als Sohn zweier Journalisten geboren, steht er als Produzent und Regisseur für
    Filme, die außergewöhnliche Geschichten auf hohem handwerklichem Niveau erzählen. Hofmann
    volontierte nach dem Abitur beim Mannheimer Morgen und studierte anschließend an der Hochschule
    für Fernsehen und Film in München. Sein Abschlussfilm „Land der Väter, Land der Söhne“ (1987) erhielt
    den Bayerischen Filmpreis sowie den Preis der internationalen Filmkritik FIPRESCI. 1998 verabschiedete
    er sich von der Regie, um die Produktionsfirma teamWorx Television & Film GmbH zu gründen. Das
    Unternehmen entwickelte sich rasch zu einem der wichtigsten Player der deutschen Filmbranche. Event-
    Produktionen wie „Der Tunnel“, „Die Flucht“, „Stauffenberg“ und „Mogadischu“ machten teamWorx zum
    europaweiten Marktführer im Bereich Event-Fernsehen. „Homevideo“, der erste Film über das Thema
    Cybermobbing unter Jugendlichen, war das meistprämierte Fernsehspiel 2011, große Quotenerfolge
    feierte die Uwe Tellkamps Verfilmung “Der Turm“. Der mit 14 Millionen Euro aufwändig produzierte
    Event-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ löste europaweit eine generationenübergreifende Debatte
    aus und ist bisher in 148 Länder verkauft worden. Darüber hinaus ist „Unsere Mütter, unsere Väter“ mit
    zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet worden, darunter 2014 mit dem
    International Emmy Award in der Kategorie „TV Movie/Miniseries“. Der Beitrag zum 25-jährigen
    Jubiläum des Mauerfalls „Bornholmer Straße“ erreicht mit mehr als 7 Millionen Zuschauern eine
    großartige Quote und wurde mit dem BAMBI als „TV-Ereignis des Jahres“ ausgezeichnet. Zu Nico
    Hofmanns aktuellen Produktionen gehören der Fernsehfilm „Grzimek“ sowie die Neuadaption von Bruno
    Apitz Roman „Nackt unter Wölfen“, die beide Anfang April im Ersten ausgestrahlt werden. Die 8-teilige
    Event-Serie „Deutschland 83“ feierte seine Weltpremiere auf der 65. Berlinale und wird als erste
    deutschsprachige Serie im Programm eines US-amerikanischen Fernsehsenders zu sehen sein.
    Nico Hofmann wurde für seine Leistungen als Produzent und Regisseur vielfach ausgezeichnet. Für seine
    besonderen Verdienste im Bereich Fernsehfilm erhielt er 2006 den Hans-Abich-Preis der Akademie der
    Darstellenden Künste, und für seine künstlerischen Leistungen wurde er zweifach mit dem Bayerischen
    Fernsehpreis geehrt. Hofmann ist fünffacher Gewinner des Deutschen Fernsehpreises und zweimaliger
    Gewinner von BAMBI und Goldene Kamera. 2007 erhielt er den Schillerpreis der Stadt Mannheim sowie
    den Romy-Preis in der Sparte „Bester Produzent“. Darüber hinaus wurde Hofmann 2009 mit der
    Landesverdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet und erhielt zusammen mit Wolf
    Bauer den Video Champion Produzentenpreis 2014 für „Der Medicus“.
    Er engagiert sich seit vielen Jahren für den Filmnachwuchs. Seit 1995 lehrt er als Professor den
    Fachbereich „Szenischer Film“ an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg, den er selbst
    mit aufgebaut hatte. Im Jahr 1999 rief Nico Hofmann mit Bernd Eichinger den Nachwuchspreis FIRST
    STEPS ins Leben, die heute wichtigste Auszeichnung für junge Filmemacher.
    Nico Hofmann ist seit 2013 Vorsitzender der Geschäftsführung der UFA FICTION, die seit August 2013
    alle bisherigen fiktionalen Tätigkeiten der UFA Fernsehproduktion, Phoenix Film und teamWorx vereint.
    Für UFA Cinema verantwortete Hofmann als Geschäftsführer und Filmproduzent die Verfilmungen von
    „Hanni & Nanni 1+2“, „Dschungelkind“, „Teufelskicker“, „Die Relativitätstheorie der Liebe“ sowie das
    DDR-Drama „Wir wollten aufs Meer“ von Oscar®-Preisträger Toke C. Hebbeln. Die jüngsten
    Kinoproduktionen der UFA Cinema von Hofmann sind neben „Hanni & Nanni 3“ „Jesus liebt mich“ von
    und mit Florian David Fitz, die starbesetzte Literaturverfilmung „Das Wochenende“, „Der fast perfekte
    Mann“, „Der Medicus“ sowie die Verfilmung von Hape Kerkelings Bestseller „Ich bin dann mal weg“.

Autor, Kurator

  • Albert Ostermaier Autor, Kurator

    Albert Ostermaier  
    Albert Ostermaier
    Foto: Martin Lengemann

    Albert Ostermaier (geb. 1967) lebt und arbeitet in München. 1988 beginnt er erste Gedichte zu veröffentlichen und erhält zwei Jahre darauf mit dem Literaturstipendium der Stadt München seinen ersten Preis. Das 1993 geschriebene und 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel München uraufgeführte Stück „Zwischen zwei Feuern. Tollertopographie" eröffnet Albert Ostermaiers Karriere als Theaterautor. Er wird Hausautor am Nationaltheater in Mannheim (Spielzeit 1996/1997), am Bayerischen Staatsschauspiel (Spielzeit 1999/2000) und am Wiener Burgtheater (Spielzeit 2003-2009). Seine Theaterstücke werden/wurden von vielen namhaften Regisseuren inszeniert, u.a. von Andrea Breth, Lars Ole Walburg und Martin Kušej. In 2012 gab es drei neue Theaterstücke und Uraufführungen. „Ein Pfund Fleisch" am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, die Dramatisierung des jüngsten Romans „Schwarze Sonne scheine" in Luxemburg und „Call me God“ im Residenztheater.

Regisseur, Künstlerischer Leiter

  • Thomas Schadt Regisseur, Künstlerischer Leiter

    Thomas Schadt  
    Thomas Schadt
    Foto: Holm Wolschendorf

    Thomas Schadt absolvierte nach dem Abitur eine Fotografenausbildung und arbeitete anschließend unter anderem als Theaterfotograf und Regieassistent am Nürnberger Schauspielhaus. Von 1980 bis 1983 studierte er an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und etablierte sich als Dokumentarfilmer.
    1983 gründete er die Produktionsfirma Odyssee-Film und arbeitet seitdem als Dokumentarist, Regisseur, Kameramann und Autor. Seither hat er über 50 Filme realisiert. Er erhielt für seine Arbeiten zahlreiche Preise, unter anderem den Adolf-Grimme-Preis 1993 und 1999, den Deutschen Fernsehpreis 1999 sowie den Dokumentarfilmpreis Baden-Württemberg 2005. Neben eigenen Filmarbeiten folgten ab 1991 zahlreiche Lehrtätigkeiten an Filmhochschulen und Universitäten. 2000 wurde er zum Professor im Studienfach Regie/Dokumentarfilm an die Filmakademie Baden-Württemberg berufen und ist seit 2005 deren Direktor und Geschäftsführer. Seit 2011 hat Thomas Schadt drei Theaterstücke inszeniert: „Ich erfand Karl May“ wurde 2011 im Rahmen der Ludwigsburger Schlossfestspiele aufgeführt. An der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg folgten die Stücke „Ruf der Wildnis“ (2011) und „Sexy Sally“ (2013).
    2010 bis 2011 war er auch Direktor und Geschäftsführer der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. 

Ensemble

  • Maik Solbach Narr

    Maik Solbach  
    Maik Solbach
    Foto: Marvin Zilm

    Maik Solbach absolvierte sein Schauspielstudium am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Bereits während des Studiums gastierte er bei den Wiener Festwochen und wurde ans Burgtheater Wien als festes Ensemblemitglied engagiert. Von hier aus wechselte er ans Düsseldorfer Schauspielhaus, wo er in einer Kritikerumfrage für seine Darstellung der Titelrolle in „Anatol“ von Artur Schnitzler zum Nachwuchsschauspieler des Jahres 2000 in NRW gewählt wurde. Es folgten feste Engagements ans Schauspielhaus Bochum und ans Schauspielhaus Zürich. Hier spielte er u.a. die Titelrolle in „Clavigo“ von J.W. von Goethe, Marquis Posa in „Don Carlos“ von F. Schiller, Tom in „Die Glasmenagerie“ von Tennessee Williams. Unter der Intendanz von Karin Beier war er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Köln. Parallel führten ihn Gastengagements u.a. an die Volksbühne Berlin, zu den Salzburger Festspielen, an die Bayerische Staatsoper, zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen und zurück ans Burgtheater. Derzeit gastiert er u.a. am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und am Théâtre National du Luxembourg. Er arbeitete u.a. mit Karin Henkel, Jürgen Gosch, Matthias Hartmann, Roland Schimmelpfennig, Herbert Fritsch, Sebastian Nübling, William Forsythe, Katie Mitchell und Sebastian Kreyer. Zudem ist Maik Solbach in Film- und Fernsehproduktionen tätig, so z.B. als „Alfred“ in dem Kinofilm „Ein Geschenk der Götter“, welcher 2014 den Publikumspreis auf dem Münchner Filmfest gewann und für den Deutschen Filmpreis 2015 vornominiert ist.

  • Judith Rosmair Kriemhild

    Judith Rosmair  
    Judith Rosmair
    Foto: Christian Hartmann

    Judith Rosmair gehört zu den renommiertesten Theater-Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum. Aufgewachsen bei München, machte sie bereits während ihrer Schulzeit eine Musik- und Tanzausbildung. Nach dem Abitur studierte sie Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Es folgten mehrjährige Engagements an den großen deutschsprachigen Bühnen: dem Schauspielhaus Bochum, dem Thalia Theater Hamburg, der Schaubühne Berlin. Sie gastierte weltweit auf zahlreichen internationalen Theaterfestivals. 2007 wurde sie von der Fachzeitschrift „Theater heute“ als Schauspielerin des Jahres ausgezeichnet. Rosmair arbeitete unter anderem mit Regisseuren wie Falk Richter, Wilfried Minks, Helene Hegemann, Johannes von Matuschka, Thomas Ostermeier, Gesine Dankwart, Martin Kušej, Jürgen Kruse, Frank Castorf, Jürgen Gosch zusammen. Sie ist auch regelmäßig in Film- und Fernsehproduktionen engagiert, u.a. in „Im Gehege“, „Stubbe“ oder in „Polizeiruf 110“. Aktuell spielt Judith Rosmair am Schauspiel Köln in „Supernerds“ von Angela Richter und ist weiterhin an der Schaubühne Berlin und am St. Pauli Theater Hamburg zu sehen. Ihre Performance ‚CURTAIN CALL!’ feierte im März 2015 Uraufführung in den Sophiensälen Berlin. Judith Rosmair stand bereits 2002 als Brünhild bei den Nibelungen-Festspielen auf der Bühne.

  • Catrin Striebeck Brünhild

    Catrin Striebeck  
    Catrin Striebeck
    Foto: Axl Jansen

    Catrin Striebeck ist eine der gefragtesten Theater-, Film- und Fernseh-Schauspielerinnen im deutschsprachigen Raum. Nach ihrer Schauspielausbildung am Wiener Max-Reinhardt-Seminar wurde sie in Mannheim und Stuttgart engagiert. Von 1991 bis 2003 gehörte sie zum festen Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg. Sowohl klassische als auch moderne Rollen liegen der Schauspielerin. Nach Gastengagements an der Volksbühne Berlin, dem Schauspielhaus Bochum, dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg und dem Schauspielhaus Zürich ist Catrin Striebeck nun Ensemblemitglied am Burgtheater Wien. Darüber hinaus ist Catrin Striebeck bekannt aus zahlreichen hochkarätigen Krimi-Produktionen wie „Tatort“, „Polizeiruf 110“ oder „Bella Block“ und „Kluftinger – Seegrund“ (Regie: Rainer Kaufmann) Ihr Kino-Debüt gab Catrin Striebeck 1991 in „Mau Mau“ unter der Regie von Uwe Schrader. Die Kinofilme „Schattenboxer“ und „Bunte Hunde“ mit Catrin Striebeck entstanden unter der Regie von Lars Becker. Außerdem war sie u.a. in Fatih Akins Filmen „Gegen die Wand“ und „Soul Kitchen“ sowie der Tragikomödie „Schenk mir Dein Herz“ (Regie: Nicole Weegmann) zu sehen. Catrin Striebeck kommt aus einer bekannten Schauspielerfamilie. Ihr Vater Peter Striebeck stand von 2010 bis 2012 auf der Bühne der Nibelungen-Festspiele.

  • Markus Boysen Etzel

    Markus Boysen  
    Markus Boysen
    Foto: Peter Köhn

    Markus Boysen wurde 1954 in Hannover geboren. Als Sohn des Schauspielers Rolf Boysen wuchs er, je nach Engagement des Vaters, in Bochum, München und Hamburg auf. Nach seiner Schauspielausbildung in Hamburg erhielt er ein festes Engagement bei den Münchner Kammerspielen. Als weitere Stationen folgten unter anderem das Schauspielhaus Hamburg, das Burgtheater Wien, das Schiller Theater in Berlin, das Düsseldorfer Schauspielhaus und das Schauspielhaus Bochum. 2008 erhielt Markus Boysen den Rolf-Mares-Preis für seine Leistung im Stück „Blackbird“ an den Hamburger Kammerspielen. In annähernd 50 Film- und Fernsehproduktionen stand Boysen vor der Kamera. Sein Fernsehdebüt hatte er in der legendären Tatort-Folge „Reifezeugnis“ (Regie: Wolfgang Petersen). Es folgten Engagements unter anderem für „Derrick“, „Der Alte“ und „Tatort“. Er war in „Die Luftbrücke“ (Regie: Dror Zahvi) und „Die Sturmflut“ (Regie: Jorgo Papavassiliou) zu sehen, beide Fernsehfilme wurden von Nico Hofmann produziert. Einem großen Publikum ist Markus Boysen auch bekannt durch Filme wie „Die Heilerin“ (Regie: Holger Barthel) und die Polit-Serie „Das Kanzleramt“ (Regie: Hans-Christoph Blumenberg). In der 2012 gestarteten ZDF-Reihe „Lena Fauch“ spielte er neben Veronika Ferres die Rolle des Kriminaloberrats. Markus Boysen hat sich auch als Sprecher von Hörbüchern und Hörspielen einen Namen gemacht, so zum Beispiel in „Per Anhalter ins All“ und „Der Name der Rose“.

  • Heiko Pinkowski Dietrich

    Heiko Pinkowski  
    Heiko Pinkowski
    Foto: Robert Recker

    Heiko Pinkowski machte erste Bühnenerfahrungen als Schüler im Kinder- und Jugendtheater Kresch seiner Heimatstadt Krefeld. Danach studierte er Bauingenieurwesen in Aachen, später Germanistik und Philosophie in Köln. Während des Studiums spielte er am Stadttheater Krefeld, der Studiobühne Köln und am Berliner Schillertheater. Danach folgten Engagements am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg, der Bauhaus-Bühne Dessau, dem Theater Luzern, dem Theater Basel und der Bayerischen Staatsoper München, an der er 2013 und 2015 gastierte. Seit 2001 ist Heiko Pinkowski in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen. So arbeitete er unter anderem mit Rainer Kauffmann in „Ein starker Abgang“, mit Doris Dörrie in „Die Friseuse“, mit Sigi Rothmund in „Donna Leon“ und Züli Aladag in „Die Fahnderin“. 2010 gründete er zusammen mit Produzentin Anne Baeker, Kameramann Dennis Pauls und Regisseur Axel Ranisch die Produktionsfirma „Sehr gute Filme“. Das Team erlangte gleich mit den ersten Filmen, der Independent Produktion „Dicke Mädchen“ und dem Kinderfilm „Reuber“ (Filmstart Mai 2015), zahlreiche Preise nationaler wie internationaler Festivals. Das Queens World Filmfestival kürte Pinkowski, der für „Dicke Mädchen“ auch als Ko-Autor und Produzent fungierte, im Jahr 2013 zum besten Schauspieler. Im Juni feiert „Alki Alki“, eine weitere Zusammenarbeit mit dem Regisseur Axel Ranisch, seine Premiere. Abgedreht hat Heiko Pinkowski vor kurzem unter der Regie von Max Zähle den Film „Schrotten“, eine Koproduktion von NDR, HR und arte. Heiko Pinkowski arbeitet und lebt als Schauspieler, Autor und Produzent mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Berlin.

  • Max Urlacher Hagen

    Max Urlacher  
    Max Urlacher
    Foto: Thomas Leidig

    Max Urlacher, 1971 geboren und aufgewachsen in Berlin, erhielt seine Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Nach seinem Theaterdebüt in „Faust“ unter der Regie von Dieter Dorn an den Münchener Kammerspielen folgten Engagements unter anderem an den Schauspielhäusern Hamburg und Düsseldorf, dem Residenztheater München, den Ruhrfestspielen und bei den Wiener Festwochen. Er war Kostja („Die Möwe“) am Schauspielhaus Zürich, Antonio („Tasso“) am Bochumer Schauspielhaus, Melchior („Frühlings Erwachen“) am Schauspiel Leipzig und Wozzeck bei den Berliner Festspielen. Sein Filmdebüt gab er 1996 in Hans Christan Schmids „Nach fünf im Urwald“. Es folgten Rollen unter anderem im „Tatort“, in „Der letzte Patriarch“ und Brian de Palmas „Passion“. Unter der Regie von Bryan Singer spielte Max Urlacher in „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“ an der Seite von Tom Cruise. Max Urlacher ist neben seiner schauspielerischen Tätigkeit auch Sprecher von Hörbüchern und Hörspielen. Außerdem ist er prämierter Roman- und Hörspielautor. Bereits erschienen sind die Kurzgeschichtensammlung „L.A. - Berlin, ein Jahr“ die er gemeinsam mit Franka Potente geschrieben hat, sowie seine Romane „Rückenwind“ und „Die Putzi Diaries“.

  • Holger Kunkel Gunter

    Holger Kunkel  
    Holger Kunkel
    Foto: Antje Taiga Jandrig

    Holger Kunkel, geboren 1965 in West-Berlin, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule der Künste in Berlin und in New York am Herbert Berghof Studio. Während seines ersten Theaterengagements an den Wuppertaler Bühnen erhielt er 1991 den Kritikerpreis als bester Nachwuchsdarsteller Nordrhein-Westfalens. Ab 1992 arbeitete Kunkel vor allem freiberuflich, unter anderem bei internationalen Festivals in Rom, Haifa und Caracas. Es folgten Zusammenarbeiten mit den Regisseuren Paolo Magelli, Katharina Thalbach, Dieter Giesing, David Bösch, Anselm Weber, Christoph Frick, Michael Simon, Robert Schuster und vielen mehr. 2007 ging er an das Schauspiel Essen, wo er bis 2012 festes Ensemblemitglied war. Von 2010 bis 2012 war er am Bochumer Schauspielhaus und am Schauspiel Köln zu sehen. Seit der Spielzeit 2012 ist er Ensemblemitglied am Theater Freiburg. In den letzten 25 Jahren stand Kunkel für mehr als 80 nationale und internationale Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera, wie in „Hitlerjunge Salomon“, „Lorenz im Land der Lügner“ und in diversen „Tatort”-Folgen. 2013 spielte er in dem Doku-Drama „Der Rücktritt“ von Thomas Schadt den Olaf Glaeseker. Er arbeitet seit Beginn seines Berufslebens durchgängig als Sprecher für Feature- und Hörspielproduktionen für WDR, SWR, HR, BR, DF, SRF und arte. Holger Kunkel ist Mitglied der Deutschen Filmakademie. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

  • Gabriel Raab Gernot

    Gabriel Raab  
    Gabriel Raab
    Foto: Alina Birkner

    Gabriel Raab wurde 1981 in Tyrlaching geboren. Erste Theatererfahrungen sammelte er beim Passionsspiel Oberammergau. Nach der Schauspielausbildung an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule spielte er verschiedene Rollen am Schauspielhaus Zürich, dem Schauspielhaus Bochum und dem Teatro Sesc in Rio de Janeiro. Von 2006 bis 2010 führte ihn sein erstes festes Engagement an das Münchner Volkstheater. Von 2007 bis 2009 war er bei den Salzburger Festspielen unter der Regie von Christian Stückl in der Rolle des „Mammon“ zu sehen. Die erste Hauptrolle in einem Fernsehfilm erhielt Gabriel Raab 2008 in der BR-Produktion „Totentanz“ (Regie: Corbinian Lippl) an der Seite von Michael Mendl. Es folgten diverse Engagements in Film- und Fernsehproduktionen, u. a. in „Kommissarin Lucas: Spurlos“ (Regie: Thomas Berger), „Polizeiruf: Denn Sie wissen nicht, was Sie tun“ (Regie: Hans Steinbichler), „Mein Vater, seine Freunde und das ganz schnelle Geld“ (Regie: Max Färberböck), „Wir sind die Neuen“ (Regie: Ralf Westhoff) und „Big Game“ (Regie: Jalmari Helander). Seit 2014 spielt Gabriel Raab den Kriminalkommissar Jonas Kerschbaumer in der ARD-Krimireihe „Kripo Bozen“. Der Film „Schattenwald“ (Regie: Laura Thies) wurde in Kalifornien auf dem Indie Festival unter dem Titel „Amongst the Shadows“ ausgezeichnet und ist seit Frühjahr 2015 in den deutschen Kinos zu sehen.

  • Peter Becker Giselher

    Peter Becker  
    Peter Becker
    Foto: Dan Zoubek

    Peter Becker wurde 1979 geboren und studierte von 2002 bis 2006 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Er spielte u.a. am Deutschen Theater Berlin ("Caligula", Regie: Jette Steckel, 2008/09, und "Kälte", Regie: Robert Schuster, 2004–2006), Schauspiel Köln ("Stunde Null Vol. I–III", Regie: Nuran David Calis, 2008), Schauspiel Essen ("Anatomie Titus Fall of Rome", Regie: Anselm Weber, 2008), am HAU "(Man braucht keinen Reiseführer für ein Dorf, das man sieht", Regie: Nurkan Erpulat, 2009). In der Spielzeit 2006/07 war er Ensemblemitglied am Volkstheater Wien und arbeitete dort u.a. mit Nuran David Calis und Ramin Gray. Peter Becker war in zahlreichen Film- und Fernsehrollen zu sehen, so u.a. in dem im April in den Kinos angelaufenen Drama „Elser – er hätte die Welt verändert“ in der Regie von Oliver Hirschbiegel, im US-Action-Thriller „Unknown Identity“ sowie in „Tatort“ und „Polizeiruf 110“.

  • Tom Radisch Volker

    Tom Radisch  
    Tom Radisch
    Foto: Jeanne Degraa

    Tom Radisch wurde 1982 in der Nähe von Dresden geboren und studierte von 2007 bis 2011 Schauspiel an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Während des Studiums arbeitete er bereits mit Andreas Kriegenburg am Deutschen Theater Berlin („Hamlet“), mit Volker Lösch an der Schaubühne („Berlin Alexanderplatz“) und mit Leander Haußmann und Sven Regener am bat-Studiotheater („Der kleine Bruder“). Von 2011 bis 2014 war er festes Ensemblemitglied am Residenztheater München und dort in zahlreichen Inszenierungen zu sehen, u.a. von Herbert Fritsch, Martin Kušej und Yannis Houvardas. Seit 2011 spielt er auch immer wieder in verschiedenen Kino- und Fernsehproduktionen u.a. „Soko München“, „Kommissarin Lucas“ oder „Exit Marrakesh“ von Caroline Link. Seit 2014 arbeitet er freischaffend für Film und Theater.

  • Marion Breckwoldt Zofe

    Marion Breckwoldt wurde 1957 in Hamburg geboren. Sie besuchte dort die Hochschule für Musik und Theater. Nach ihrem Abschluss ging sie für zwei Jahre an das Wiener Burgtheater. Von 1983 bis 1988 war Marion Breckwoldt an den Münchner Kammerspielen engagiert und arbeitete u. a. unter der Regie von Dieter Dorn („Viviane“ in „Ein Klotz am Bein“) und Alexander Lang („Eboli“ in „Don Carlos“). Ab 1989 gehörte sie elf Jahre zum Ensemble des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg und war dort in zahlreichen großen Rollen zu sehen, unter anderem in Inszenierungen von Frank Castorf, Jossi Wieler, Franz Wittenbrink, Stefan Bachmann, Wilfried Minks und Luk Perceval. In der Spielzeit 2000/2001 spielte sie am Schauspiel Hannover in Luk Percevals Inszenierung von Anton Tschechows „Der Kirschgarten" die „Ranjewskaja“ und die „Aline Solness“ in Anselm Webers Inszenierung von Ibsens „Baumeister Solness" sowie die Titelrolle in Bertolt Brechts „Mutter Courage" (Regie: Christian Pade). Nach einem weiteren Engagement an den Münchner Kammerspielen (Zusammenarbeit u.a. mit Johan Simons, Anselm Weber und Thirza Bruncken), kehrte sie für acht Jahre auf die Bühne des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg zurück und spielte dort u.a. in Inszenierungen von Jacqueline Kornmüller, Jürgen Gosch, Ivo van Hove, Christian Pade und Volker Lösch. Im Jahre 2010 wurde Marion Breckwoldt mit dem Rita-Tanck-Glaser-Schauspielpreis der Hamburgischen Kulturstiftung ausgezeichnet. Parallel zu ihren Theaterarbeiten ist Marion Breckwoldt auch regelmäßig in Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen, zuletzt in der Kinoproduktion „Ein Geschenk der Götter“ (Regie: Oliver Haffner), die auf dem Filmfest München 2014 mit dem Bayern3-Publikumspreis und dem Förderpreis Neues Deutsches Kino in der Kategorie „Bester Film“ ausgezeichnet wurde.

  • Alina Levshin Ortlieb

    Alina Levshin  
    Alina Levshin
    Foto: Bernward Bertram

    Für ihre Rollen wurde sie mehrfach ausgezeichnet – Alina Levshin ist eine gefeierte deutsche Film- und Fernsehschauspielern. Geboren wurde sie 1984 in Odessa in der Ukraine und kam als Sechsjährige mit ihren Eltern nach Berlin. Ihre Begeisterung für Schauspiel und Tanz entdeckte sie im Kinderensemble des Berliner Friedrichstadtpalastes, dem sie neun Jahre lang angehörte. Noch während des Schauspielstudiums an der Konrad-Wolf-Hochschule in Potsdam, stand sie in zahlreichen Theaterproduktionen auf der Bühne und wurde für eine Rolle in der Reihe „Rosa Roth“ engagiert, die ihr sogleich eine Nominierung für den „New Faces Award“ einbrachte. In Dominik Grafs Krimiserie „Im Angesicht des Verbrechens“ spielte sie Jelena, eine junge Frau aus der Ukraine, wofür sie 2010 als beste Nachwuchsdarstellerin für den Günther-Strack-Fernsehpreis nominiert wurde. Es folgten Engagements in „Ein Fall für zwei“, „SOKO Leipzig“, in den Fernsehfilmen „Davon willst Du nichts wissen“ und „Unsere Mütter, unsere Väter“ unter der Regie von Philipp Kadelbach. Einem großen Publikum bekannt wurde Alina Levshin mit David F. Wnendts Kinodebüt „Kriegerin“. Mit kurzgeschorenem Haar und Hakenkreuz-Tattoo verkörpert sie Marisa, eine ost-deutsche Rechtsextremistin. Für ihre Rolle als Skinhead-Mädchen wurde sie von der Kritik gefeiert und erhielt beim Deutschen Filmpreis die Goldene Lola in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“ und den begehrten „Bambi“. Von 2013 bis 2014 ermittelte sie für die Kriminalpolizei Erfurt im MDR-Tatort. Für ihre Rolle in „Alaska Johansson“, einem TV-Psychothriller um eine junge Frau zwischen Wahn und Wirklichkeit, war sie für den Grimme-Preis 2014 nominiert. Im September 2014 war Alina Levshin in dem Film „Lügen und andere Wahrheiten“ von Vanessa Jopp auf der Kinoleinwand zu sehen. Zurzeit steht Alina Levshin für die ZDF-Auftragsproduktion „Das Dorf der Mörder“ unter der Regie von Niki Stein vor der Kamera. Im März 2015 war Alina Levshin in zwei TV-Produktionen zu sehen: Für das ZDF übernahm sie in „Schuld – DNA“ unter der Regie von Hannu Salonen eine Episodenhauptrolle. Kurz darauf spielte sie im Sat.1-Thriller „Die Ungehorsame“ eine Anwältin, die herauszufinden versucht, wieso eine junge Frau ihren Mann ermordet hat. Anfang des Jahres was sie in dem TV-Thriller „Der Mann ohne Schatten“ ebenfalls im ZDF zu sehen. Der Film von Carlo Rola begeisterte über 7 Millionen Fernsehzuschauer.

  • Radu Cojocariu Erzähler

    Radu Cojocariu  
    Radu Cojocariu
    Foto: Marie Christine Fritsch

    Radu Cojocariu wurde 1977 in Rumänien geboren, wo er seine musikalische Ausbildung bei Maria Cojocariu und Dan Priscornic begann und diese bei Horiana Branisteanu am Salzburger Mozarteum fortsetzte. Er erhielt das Dr. Irene Emely Boleszny Musikstipendium für Hochbegabte der Stadt Salzburg und war Stipendiat der International Salzburg Association. Er besuchte Meisterkurse bei Thomas Hampson, Elisabeth Schwarzkopf und Christoph Prégardien. Seinen Abschluss am Mozarteum Salzburg machte er mit Auszeichnung und wurde 2003 mit dem Ersten Preis des „Concorso per Cantati Lirici“ in Palermo bedacht. Neben einem umfangreichen Oratorienrepertoire, das von Bach bis zu Verdis Requiem reicht, war der Bassist in verschiedensten Rollen zu hören, darunter Leporello in Mozarts „Don Giovanni“ und als Figaro in „Die Hochzeit des Figaro“. Von 2005 bis 2008 war er Ensemblemitglied des Theaters Freiburg im Breisgau mit Interpretationen des Figaro in Mozarts „Hochzeit des Figaro“, Colline in Puccinis „La Bohème“, Talbot in Donizettis „Maria Stuarda“ und als Raimondo in „Lucia di Lammermoor“. Mit „Der Schauspieldirektor“ und „Bastien und Bastienne“ gab Cojocariu 2006 sein gefeiertes Debüt bei den Salzburger Festspielen. Während seines Engagements am Nationaltheater Mannheim von 2008 bis 2013 stach er durch zahlreiche herausragende Interpretationen hervor, darunter u.a. in Rollen wie Leporello in Mozarts „Don Giovanni“ und als Gazna in Schumanns „Das Paradies und die Peri“.

  • Jan Zehrfeld Musik / Komponist

    Panzerballett  
    Panzerballett
    Foto: Christian Rogl

    Komponist Jan Zehrfeld und das Panzerballett
    Der Münchner Gitarrist und Komponist Jan Zehrfeld gründete „Panzerballett“ nach seinem Jazzgitarre-Studium in Graz, Helsinki und München. Bis heute leitet er die Band und erstellt sämtliche Kompositionen und Arrangements. Daneben spielte er in zahlreichen nationalen wie internationalen Bands und Produktionen, unter anderem mit Klaus Doldinger, dem Bundesjazzorchester, Uwe Ochsenknecht, Wencke Myhre, dem Hilliard Ensemble oder dem Johannesburg Philharmonic Orchestra.

    Von Metal über Pop-Rock bis Jazz-Fusion und experimenteller Musik, die stilistische Bandbreite von Jan Zehrfeld ist groß. Er ist tätig als Gitarrendozent an der Popakademie Mannheim. Außerdem war er als Gastdozent beim „Guitar Institute of Technology“, kurz G.I.T., in Los Angeles sowie bei Mattias IA Eklundhs „Freak Guitar Camp“ in Göteborg engagiert.


    MUSIKER
    Die Musiker der Formation „Panzerballett“
    werden live auf der Bühne spielen. „Panzerballett“
    sind:
    Jan Zehrfeld (Gitarre, musikalische
    Leitung und Komposition)
    Sebastian Lanser (Schlagzeug)
    Heiko Jung (Bass)
    Josef Dobelhofer (Gitarre)
    Alexander von Hagke (Saxophon). 

  • Ted Stoffer Choreograph

    Tanz-Ensemble  
    Tanz-Ensemble
    Foto: Bernward Bertram

    Choreograph Ted Stoffer und das Tanzensemble
    Zum ersten Mal gibt es bei den Nibelungen-Festspielen zeitgenössischen Tanz auf der Bühne. Regisseur Thomas Schadt wird für die Uraufführung von Albert Ostermaiers Stück „Gemetzel“ nicht nur renommierte Schauspieler besetzen. In seiner Inszenierung spielt auch der tänzerische Ausdruck eine große Rolle, der eine eigene Erzählebene herstellt.Der Choreograph Ted Stoffer hat sich dafür ein internationales Ensemble zusammengestellt. Die acht Tänzer kommen aus den verschiedensten Ländern, wie Taiwan, Korea, Spanien, England. Ihre Sprache ist der Tanz und mit dieser werden sie den Zuschauern auf der Wormser Festspielbühne die Geschichte von Siegfrieds Tod erzählen. Dazu Regisseur Thomas Schadt: „Eine Tänzergruppe kommt an den Hunnenhof und unterhält den jungen Ortlieb mit ihrer Version der Nibelungensage, ohne Worte, ausschließlich mit der Sprache der Körper. Dieses „Theater auf dem Theater“ eröffnet eine bisher in Worms in dieser Form noch nicht gezeigte Perspektive auf die Geschichte um Siegfrieds Leben und Sterben, die ich als große Bereicherung meiner Arbeit am Text der Uraufführung empfinde.“

    Zum Tanz-Ensemble gehören:

    Tänzerin Nora Alberdi
    Tänzer Jesús Capel Luna
    Tänzer Ian Garside
    Tänzerin Sayaka Kaiwa
    Tänzerin Chen-Wei Lee
    Tänzer Jason Respilieux
    Tänzerin Louise Tanoto
    Tänzer Gil Ho Yang 

Künstlerisches Team

  • Joki Tewes Kostümbild

    Jana Findeklee und Joki Tewes sind seit 2007 ein Bildnerteam in den Bereichen Bühne, Kostüm und Video für Schauspiel und Oper. Ihren Abschluss machten sie im Studiengang Bühnenbild an der UdK Berlin.
    Im Bereich Kostüm verband sie eine Zusammenarbeit mit Frank Castorf am Schauspielhaus Zürich, an der Volksbühne Berlin, bei den Wiener Festwochen und zuletzt am Residenztheater München ("Kasimir und Karoline"). Am Theater Freiburg realisieren sie kontinuierlich Produktionen seit 2009. Mit Sebastian Baumgarten arbeiten sie seit 2012 u.a. für das Maxim Gorki Theater Berlin, das Staatstheater Stuttgart, das Theater Bremen und für die Schauspielhäuser Düsseldorf, Hamburg und Zürich. "Die Heilige Johanna der Schlachthöfe" von Brecht wurde zum Theatertreffen 2013 nach Berlin eingeladen. 

  • Jana Findeklees Kostümbild

    Jana Findeklee und Joki Tewes sind seit 2007 ein Bildnerteam in den Bereichen Bühne, Kostüm und Video für Schauspiel und Oper. Ihren Abschluss machten sie im Studiengang Bühnenbild an der UdK Berlin.
    Im Bereich Kostüm verband sie eine Zusammenarbeit mit Frank Castorf am Schauspielhaus Zürich, an der Volksbühne Berlin, bei den Wiener Festwochen und zuletzt am Residenztheater München ("Kasimir und Karoline"). Am Theater Freiburg realisieren sie kontinuierlich Produktionen seit 2009. Mit Sebastian Baumgarten arbeiten sie seit 2012 u.a. für das Maxim Gorki Theater Berlin, das Staatstheater Stuttgart, das Theater Bremen und für die Schauspielhäuser Düsseldorf, Hamburg und Zürich. "Die Heilige Johanna der Schlachthöfe" von Brecht wurde zum Theatertreffen 2013 nach Berlin eingeladen. 

  • Jan Zehrfeld Komponist

    Der Münchner Gitarrist und Komponist Jan Zehrfeld gründete „Panzerballett“ nach seinem Jazzgitarre-Studium in Graz, Helsinki und München. Bis heute leitet er die Band und erstellt sämtliche Kompositionen und Arrangements. Daneben spielte er in zahlreichen nationalen wie internationalen Bands und Produktionen, unter anderem mit Klaus Doldinger, dem Bundesjazzorchester, Uwe Ochsenknecht, Wencke Myhre, dem Hilliard Ensemble oder dem Johannesburg Philharmonic Orchestra.
    Von Metal über Pop-Rock bis Jazz-Fusion und experimenteller Musik, die stilistische Bandbreite von Jan Zehrfeld ist groß. Er ist tätig als Gitarrendozent an der Popakademie Mannheim. Außerdem war er als Gastdozent beim „Guitar Institute of Technology“, kurz G.I.T., in Los Angeles sowie bei Mattias IA Eklundhs „Freak Guitar Camp“ in Göteborg engagiert.

    MUSIKER
    Die Musiker der Formation „Panzerballett“
    werden live auf der Bühne spielen. „Panzerballett“
    sind:
    Jan Zehrfeld (Gitarre, musikalische
    Leitung und Komposition)
    Sebastian Lanser (Schlagzeug)
    Heiko Jung (Bass)
    Josef Dobelhofer (Gitarre)
    Alexander von Hagke (Saxophon). 

  • Ted Stoffer Choreograph

    Ted Stoffer  
    Ted Stoffer
    Foto: Sayaka Kaiwa

    Der in den USA geborene Ted Stoffer lebt und arbeitet als Choreograph, Lehrer und Performer in Belgien. Er ist Gründer der Aphasia Dance Co., für die er seit 1997 fünf Produktionen entwickelte. Die Tanzkompagnie thematisiert die Aphasie, eine durch Gehirnschädigungen erworbene Sprachstörung, und bindet Betroffene kreativ mit ein.
    Darüber hinaus choreographierte Ted Stoffer für namhafte Tanzcompagnien wie Les Ballets C de la B (Belgien), Norddans (Schweden) und Ballet Roto (Dominikanische Republik). An der Akademie für Darstellende Künste Baden-Württemberg ist er als Dozent für Schauspiel/Performing Body tätig, unterrichtet für Charleroi Danses und Ultima Vez (Belgien) sowie zahlreiche andere Tanzklassen in Europa.

    Im Rahmen von Theaterproduktionen wirkte er als Choreograph in Stücken von Luk Perceval am Nationaltheater Gent „Platonov“ (2013), am Thalia Theater beim Stück „Kirschgarten“ (2012) und „Macbeth" (2012) sowie unter Sandra Strunz bei „Reckless II“ (2013) und „Emilia Galotti" (2013) am Staatsschauspiel Dresden. Ferner bei „HIOB" (2015) am Theater Bonn, unter Christiane Pohle „Lulu" (2014) an den Münchner Kammerspielen und mit dem belgischen Regisseur Arne Sierens / cie Cecelia in „Apenverdreit“ (2009), „De Pijnders“ (2011) und „Lacrima“ (2012).

    Fur sein Stück „Aphasiadisiac" erhielt er 2008 den „Argos Kritikerpreis des Brighton Festivals“. Auch wurde er mit dem „Jerwood Award for Young Choreographers“ ausgezeichnet.


  • Maren Zimmermann Dramaturgin, Jurymitglied im Autorenwettbewerb

    Maren Zimmermann  
    Maren Zimmermann
    Foto: Falk von Traubenberg
    Maren Zimmermann, geboren in Kassel, studierte Germanistik und Musikwissenschaften an der Philipps-Universität in Marburg. Erste Berufserfahrung sammelte sie noch während des Studiums beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt, bei den Kasseler Musiktagen und beim Gustav Mahler Fest in Kassel, darüber hinaus bei Hospitanzen in Regie und Dramaturgie an der Semperoper Dresden sowie am Staatstheater Kassel.

    Ihr erstes Engagement führte sie an das Theater Erfurt. Von 1998 bis 2000 war sie als Schauspieldramaturgin am Staatstheater Karlsruhe bei Schauspieldirektor Peter Schroth engagiert und bis 2011 am Staatstheater Nürnberg bei Schauspieldirektor Klaus Kusenberg, wo sie unter anderem mit Georg Schmiedleitner, Stefan Otteni und Christoph Mehler arbeitete.

    Daneben war Maren Zimmermann als Gastdramaturgin an den Schauspielbühnen Stuttgart tätig. Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur engagierte sie 2006 und 2007 als Co-Regisseurin für die Gala zur Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises. In der Spielzeit 2009/2010 nahm sie ein Sabbatjahr, um zu reisen.

    Seit 2011 ist Maren Zimmermann freie Dramaturgin. Neben ihrer Tätigkeit für Schauspiel und Ballett des Salzburger Landestheaters, wo auch ihr Stück Nightfever – Ein handgemachtes Musical uraufgeführt wurde, arbeitet sie unter anderem mit dem Autor und Festivalleiter Albert Ostermaier bei diversen Projekten zusammen. Seit September 2014 betreut sie darüber hinaus die Produktionen des Staatsballetts Karlsruhe dramaturgisch.
    Für die Festspielzeit 2015 ist sie als Dramaturgin bei den Nibelungen-Festspielen Worms für die Uraufführung des Albert Ostermaier Stücks „Gemetzel“ engagiert und ist in dieser Funktion auch in der Jury des Autorenwettbewerbs 2015 vertreten.
  • Aleksandar Denić Bühnenbildner

    Aleksandar Denić wurde 1963 in Belgrad geboren, wo er Film- und Set-Design an der Akademie für Angewandte Kunst der Universität der Künste Belgrad studierte. 1987 erhielt er sein erstes professionelles Engagement im Film als Produktionsdesigner und 1988 als Bühnenbildner am Theater. Seitdem hat er an zahlreichen Theater- und Filmproduktionen weltweit mitgewirkt und ist auch als Architekt und Bildender Künstler freischaffend tätig. Er erhielt verschiedene Auszeichnungen für Theater, Film und Architektur. Für den Film „Underground“ (1995) von Emir Kusturikas entwarf er die Ausstattung und bekam dafür die „Goldene Palme“. Seine Arbeit am Fernsehfilm „Rasputin“ wurde 1996 für den „Emmy“ in der Kategorie „herausragende individuelle Leistung bei künstlerischer Gestaltung einer Serie oder eines Specials“ nominiert. Seit 2010 ist er Professor für Film, TV und Bühnenbild an der Megatrend Universität in Belgrad; seit 2011 Mitglied des Nationalen Kulturrates von Serbien. Mit Frank Castorf erarbeitete er zahlreiche Theaterprojekte, zuletzt die Inszenierung von Wagners „Ring“ im Rahmen der Bayreuther Festspiele sowie in 2014 die „Reise ans Ende der Nacht“ am Residenztheater München. Aleksander Denić wurde 2013 von der Zeitschrift „Opernwelt" und 2014 von „Theater heute" zum Bühnenbildner des Jahres gekürt. Ebenfalls 2014 erhielt er die Auszeichnung „Der Faust“ des Deutschen Bühnenvereins in der Kategorie Bühne.

Festspielprogramm

Autorenwettbewerb

  • Natalia Wörner

    Natalia Wörner  
    Natalia Wörner
    Foto: Mirjam Knickriem

    Die in Stuttgart geborene Schauspielerin Natalia Wörner absolvierte ihr Schauspielstudium an der berühmten Lee Strassberg School in New York und drehte 1993 ihren ersten Kinofilm. Seitdem war sie in zahlreichen nationalen und internationalen Kino- und TV-Produktionen sowie Theaterinszenierungen zu sehen und wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Fernsehpreis. Außerdem hat die Schauspielerin gerade den Kinofilm "Täterätää – Die Kirche bleibt im Dorf 2" abgedreht - die schwäbische Mundartkomödie schließt an den überaus erfolgreichen 1. Teil "Die Kirche bleibt im Dorf" an, welcher 2012 für ein kleines Kinowunder sorgte. Weiterhin können sich die Zuschauer auf die Jubiläumsfolge ihrer Krimi-Reihe "Unter anderen Umständen" sowie im Dezember auf die opulente Eventproduktion "Götz von Berlichingen" im TV freuen.  

  • Martin Kušej

    Martin Kušej  
    Martin Kušej
    Foto: Robert Fischer

    Ab 1993 war er fester Regisseur am Schauspiel Stuttgart und inszenierte dort u.a. „Herzog Theodor von Gothland“ von Grabbe, „Clavigo“ von Goethe, „Die Unbekannte aus der Seine“ von Horváth, „Cleansed/Gesäubert“ von Sarah Kane, das zum Festival Theaterformen in Hannover eingeladen wurde, sowie 1996 seine erste Oper: „König Arthur“ von Henry Purcell. Am Burgtheater Wien inszenierte er 1999 „Weh dem, der lügt!“, 2001 „Glaube und Heimat“ von Karl Schönherr und im Jahr darauf „Glaube Liebe Hoffnung“ von Ödön von Horváth. Am Thalia Theater Hamburg feierte 1998 „Geschichten aus Dem Wiener Wald“ von Ödön von Horváth Premiere, 2000 folgte „Gespenstersonate“ von August Strindberg.

    Gleichzeitig inszenierte er weiterhin Oper: „Salome“ von Richard Strauss, „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „Genoveva“ von Robert Schumann am Opernhaus Zürich, „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „La Clemenza di Tito“ von Wolfgang Amadeus Mozart bei den Salzburger Festspielen, „Carmen“ von Georges Bizet an der Staatsoper Berlin, „Lady Macbeth von Mzensk“ von Dmitri Schostakovitsch an der Nederlandse Opera Amsterdam. 2005/2006 leitete Martin Kušej den Bereich Schauspiel der Salzburger Festspiele und präsentierte dort in Koproduktion mit dem Burgtheater Wien „König Ottokars Glück und Ende“ von Franz Grillparzer sowie „Höllenangst“ von Johann Nepomuk Nestroy. 2008 eröffnete er die Intendanz von Nikolaus Bachler an der Bayerischen Staatsoper in München mit „Macbeth“ von Giuseppe. 2010 war dort seine Inszenierung der „Rusalka“ von Antonín Dvořák zu sehen.

    2007 inszenierte er erneut am Residenztheater: „Woyzeck“ von Georg Büchner. Am Burgtheater Wien entstand 2008 „Der Weibsteufel“ von Karl Schönherr, im Jahr darauf „Das Interview“ nach dem Film von Theo van Gogh am Theater am Neumarkt in Zürich; die Produktion wurde zu den Autorentheatertagen Berlin 2010 eingeladen. 2010 inszenierte er am Deutschen Theater Berlin „Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes“ von Roland Schimmelpfennig. Kušejs Inszenierungen wurden vielfach ausgezeichnet; drei Mal wurden seine Arbeiten zum Berliner Theatertreffen eingeladen, 2008 erhielt er zudem den Nestroy für die beste Regie. Seit der Spielzeit 2011/2012 ist Martin Kušej Intendant des Residenztheaters, das er mit einer Inszenierung von Arthur Schnitzlers „Das weite Land“ eröffnete. 2012 wurde er für seine Inszenierung von Fassbinders „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ mit dem deutschen Theaterpreis FAUST als bester Regisseur geehrt. Außerdem inszenierte er hier u.a. die Deutschsprachige Erstaufführung von David Mamets „Die Anarchistin“ (2012) und in Zusammenarbeit mit dem Wiener Festwochen Miroslav Krležas Trilogie „In Agonie“ (2013) sowie 2014 Goethes „Faust“. 2013 inszenierte er auch an der Bayerischen Staatsoper „La Forza del Destino“ von Verdi. Aktuell befindet er sich in der Vorbereitung seiner Inszenierung von „Idomeneo“ für das Royal Opera House im Londoner Covent Garden. 

  • Maren Zimmermann

    Maren Zimmermann  
    Maren Zimmermann
    Foto: Falk von Traubenberg

    Ihr erstes Engagement führte sie an das Theater Erfurt. Von 1998 bis 2000 war sie als Schauspieldramaturgin am Staatstheater Karlsruhe bei Schauspieldirektor Peter Schroth engagiert und bis 2011 am Staatstheater Nürnberg bei Schauspieldirektor Klaus Kusenberg, wo sie unter anderem mit Georg Schmiedleitner, Stefan Otteni und Christoph Mehler arbeitete.

    Daneben war Maren Zimmermann als Gastdramaturgin an den Schauspielbühnen Stuttgart tätig.Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur engagierte sie 2006 und 2007 als Co-Regisseurin für die Gala zur Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises. In der Spielzeit 2009/2010 nahm sie ein Sabbatjahr, um zu reisen.

    Seit 2011 ist Maren Zimmermann freie Dramaturgin. Neben ihrer Tätigkeit für Schauspiel und Ballett des Salzburger Landestheaters, wo auch ihr Stück Nightfever – Ein handgemachtes Musical uraufgeführt wurde, arbeitet sie unter anderem mit dem Autor und Festivalleiter Albert Ostermaier bei diversen Projekten zusammen. Seit September 2014 betreut sie darüber hinaus die Produktionen des Staatsballetts Karlsruhe dramaturgisch.
    Für die Festspielzeit 2015 ist sie als Dramaturgin bei den Nibelungen-Festspielen Worms für die Uraufführung des Albert Ostermaier Stücks „Gemetzel“ engagiert und ist in dieser Funktion auch in der Jury des Autorenwettbewerbs 2015 vertreten. 

  • Jürgen Berger

    Jürgen Berger  
    Jürgen Berger
    Foto: Drama Agentur für Theaterfotografie Berlin

    Jürgen Berger schloss sein Studium der Germanistik und Politologie in Heidelberg ab. Er arbeitet als freier Theater- und Literaturkritiker für die Süddeutsche Zeitung, Theater heute und die TAZ. An der Universität Mannheim unterrichtet er Theaterkritik, seit 2003 ist er Juror in Auswahlgremien wie dem Mülheimer Dramatikerpreis und Berliner Theatertreffen.

  • Albert Ostermaier

    Albert Ostermaier  
    Albert Ostermaier
    Foto: Martin Lengemann

    Neben seinen zahlreichen Lyrik-Bänden und Theaterstücken schrieb er 2008 seinen ersten Roman „Zephyr“ und 2011 „Schwarze Sonne scheine“, der auch als Hörbuch erschien und mit dem Preis der Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Im Prestel-Verlag ist 2012 der Fotoband „Venedig. Die Unsichtbare" von Christopher Thomas mit Gedichten von Albert Ostermaier erschienen und zuletzt bei Suhrkamp die Erzählung „Die Liebende".
    Anfang September 2013 wird der neue Roman „Seine Zeit zu sterben“ im Suhrkamp Verlag herauskommen. Ein Thriller, der in der Glitzerwelt Kitzbühels spielt.

    Albert Ostermaier wurde mit namhaften Preisen und Auszeichnungen geehrt, u.a. dem Kleist-Preis, dem Bertolt-Brecht-Preis und in 2011 mit dem „Welt“-Literaturpreis für sein literarisches Gesamtwerk. Er ist zudem Torwart der deutschen Autorennationalmannschaft und Kurator bei der DFB-Kulturstiftung. Albert Ostermaier war „writer in residence“ in New York und übernahm in den letzten Jahren Gastdozenturen an diversen deutschen Universitäten. Als Künstlerischer Leiter verschiedener Festivals hat Albert Ostermaier großes Ansehen erlangt.

    Preise und Auszeichnungen:

    • 2011 „Welt“-Literaturpreis
    • 2010 Bertolt-Brecht-Preis
    • 2003 Kleist-Preis
    • 2000 Ernst-Hoferichterpreis der Stadt München
    • 2000 Autorenpreis des „Heidelberger Stückemarkts“
    • 1998 Hubert-von-Herkomerpreis Landsberg am Lech
    • 1998 Übersetzerpreis des Goethe-Instituts
    • 1997 Ernst-Toller-Preis
    • 1995 Lyrik-Preis des PEN Liechtenstein

    Statement von Albert Ostermaier
    „Das Nibelungenlied ist eine der gewaltigsten und gewalttätigsten Erzählung der Weltliteratur. Es ist das Leid und das Lied, das in allem Deutschen wohnt, nachklingt, leitmotivisch unsere Ängste, Sehnsüchte, Fieberträume, Utopien singt. Das Nibelungenlied ist die Bühne unserer Geschichte und der Eiserne Vorhang vor ihr, es birgt und verbirgt im Erzählten das Unerzählte, das noch nicht Erzählte, das unerzählbar geglaubte. Das Nibelungenlied ist ein Lied, das falsch gesungen, das geschrieen, das missbraucht wurde, das verklärt, das besoffen, das im Rausch krakelt wurde, das in heiliger Nüchternheit geschrieen, gestammelt, gebrüllt, geflüstert wurde, es war in aller Munde und ist doch fast mundtot, weil es umstellt wurde von Sprechverboten. Dieses Lied wurde kein Liedgut, kein romantisches Lied, kein Heinelied, kein Schubertlied, es wurde überschrieen durch den Nationalsozialismus, unserem Lied- und Kulturgut enteignet. Dabei könnten wir durch keinen anderen Stoff unserer Literatur so viel über uns, unser Werden, unser Können, unser Träumen, unsere Gefährdung und unser Gefährlichsein erfahren wie dort, in diesem Lied aus Liebe und Verrat, Politik und Privatheit, Trieb und Trieben, Lüge und Lust, Wut und Wahnsinn, Wunder und Wunden, Zauber und Entzauberung, Vernunft und Brunft, Überwältigen und Überwältigtsein.
    Das Nibelungenlied ist wie ein Urtext, den wir durch unsere Gegenwart immer wieder neu vergegenwärtigen müssen. Wir müssen ihm dafür keine Gewalt antun, denn alle Gegenwart wohnt und wartet in ihm, in seiner Tiefenschärfe und Schärfentiefe. Das Nibelungenlied ist, um mit Brecht zu sprechen, eine Wunde, die geschlossen, als Narbe weiterschmerzt. Aber Narben sind wie Zeilen, auf die wir unsere Geschichte schreiben müssen, sie immer wieder neu erzählen müssen, um zu verstehen, was die Wunde schlug, was sie schloss, was sie wieder aufbrechen ließ, warum wir sie zeigen müssen, um uns zu zeigen.
    Wenn wir an das Nibelungenlied denken, kommen meistens die falschen Bilder, die Bilder langbärtiger Germanen, langhaariger Walküren, blonder Nazis und Hitler auf dem Grünen Hügel, wir denken an unzählige Inszenierungen des Rings in SS-Uniformen. Als wäre das Nibelungenlied in dieser und nur für diese Zeit geschrieben. Als wäre es nicht wichtiger zu zeigen, warum und wie es so kam, was an diesem Stoff dazu führt, ihn zu missbrauchen, zu entfremden und für die falschen Ideen zu mobilisieren.
    Ich denke, wir müssen uns das Nibelungenlied neu aneignen, es in seiner Widersprüchlichkeit und seinen Widersprüchen aufblühen lassen.“  

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